Radtour um das „bayerische Meer“ im Chiemgau

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Die Strecke rund um das „bayerische Meer“ ist eine der schönsten Radtouren Süddeutschlands

Die Strecke passiert neun Ortschaften mit zahlreichen Einkehrmöglichkeiten im Chiemgau und ist durchgehend in beiden Richtungen gut ausgeschildert. Das imposante See- und Alpenpanorama begleitet Radfahrer auf der gesamten Rundtour.

Der Chiemsee Radweg ist ideal für normale bis sportliche Radler und E-Biker. Die Strecke führt auf Feldwegen, asphaltierten Radwegen und Nebenstraßen und kann mit gängigen Tourenrädern befahren werden. Die Radroute überwindet mit 159 Höhenmetern nur wenige geringe Steigungen. Er ist besser asphaltiert als der gemütlichere Chiemsee Rundweg, den wir für Genuss- und Familienradler empfehlen.

Radtour rund um den Chiemsee: Wegbeschreibung

Wir starten am Hafenzugang an der Ecke Seestraße/Harrasser Straße und folgen den Schildern in Richtung Radweg 43/41 und „Camping Harras“. Wir umrunden den See gegen den Uhrzeigersinn. So bringen wir zu Beginn der Tour das weniger attraktive Wegstück entlang der A8 hinter uns und können dann die herrliche Tour ungetrübt genießen. Auf der parallel zum Ufer verlaufenden Harrasser Straße sehen wir hinter dem Kreiskrankenhaus das erste Schild „Chiemsee-Uferweg“. Bald verlassen wir die Straße und fahren nach links in Richtung „Camping Harras“ und „Chiemsee-Uferweg“. Bis wir den Ortsrand von Bernau erreichen, radeln wir durch eine schöne Schilflandschaft. In Bernau verläuft der Weg durch die Anlagen des Chiemseeparks, dann unterqueren wir die A8 und fahren parallel zur Autobahn. Hinter der Raststätte Chiemsee gelangen wir wieder durch eine Unterführung auf die andere Seite der Autobahn. Eine Brücke mit Holzgeländer führt uns über die Tiroler Achen, deren Mündungsgebiet in den Chiemsee wir bald erreichen. Das Naturschutzgebiet gilt als eine der letzten großräumig naturnahen Landschaften Deutschlands und darf nicht betreten werden. Doch auf dem Weg nach Chieming bietet sich uns die Gelegenheit, das Naturschutzgebiet vom Aussichtspunkt Hagenauer Winkel (1) aus zu beobachten. Der Aussichtsturm liegt links des Weges in Richtung Ufer und ist gut ausgeschildert. Bald darauf passieren wir eine kleine Badebucht (2), die uns in den warmen Jahreszeiten zu einem erfrischenden Bad einlädt und einen sehr schönen Ausblick bietet. Auch in Chieming können wir in der Badeanlage der Gemeinde das Nass genießen. Hier führt der Uferweg über die Stötthamer Straße nach Stöttham. Von dort verläuft unsere Route wieder näher am Seeufer. Hinter dem Weiler Schützing passieren wir das Gehöft Neubauer (3). Hier zweigt der Weg ohne Ausschilderung nach links ab, wir erkennen diesen Punkt an einem Kruzifix und einem „Via Julia“-Schild sowie an einem Verbotsschild für Reiter. An der nun wieder in Ufernähe verlaufenden Strecke lädt uns bald ein schöner, frei zugänglicher Badeplatz zu einer Erfrischung ein. Schließlich fahren wir nach rechts durch eine Unterführung und überqueren über die Fahrbrücke die Alz in Seebruck. Im Ort passieren wir bald das Römermuseum Bedaium (4). Seebruck gilt in Fachkreisen als einer der besterforschten Römerorte in Bayern. Die prähistorische Staatssammlung aus München gestaltet die Ausstellung im Römermuseum. Der geschichtsträchtige Seebrucker Boden erfreut uns bald mit der nächsten Attraktion: Im weiteren Verlauf der Strecke im Ort finden wir am linken Wegesrand die durch ein Haus geschützte, aber frei zugängliche Ausgrabungsstätte einer römischen Darre (5), einer Räucherkammer für Fisch und Fleisch. Nachdem wir Seebruck verlassen haben, erreichen wir bald einen sehr schönen Aussichtspunkt, das dahinter liegende Café heißt bezeichnenderweise „Malerwinkel“. Besonders in den Abendstunden bietet sich hier ein traumhafter Blick auf den See. In Gstadt verläuft der Weg kurz über die Straße. Um die Anlegestelle der Chiemseeschifffahrt herum bieten sich uns viele Einkehrmöglichkeiten mit Seeblick. Hinter Gstadt finden wir am Seeufer eine Aussichtsplattform (6). Von hier aus haben wir einen herrlichen Panoramablick auf die Chiemseeinseln und die Alpen. Bald trennt sich der Chiemsee-Uferweg für Radfahrer für eine Weile von jenem für Fußgänger. Kurz darauf sehen wir links von unserer Route wieder ein schönes Seebad mit Liegewiese und Badesteg. Nachdem wir kurz parallel zur Straße auf einem Radweg gefahren sind, biegen wir nach links in Richtung „Seehof und Seepark Rimsting“ ab. Über zwei Holzbrücken fahren wir durch eine schilfbewachsene Moorlandschaft. Dann kehren wir gut beschildert auf Straßen durch Prien zurück zum Startpunkt.

Rund um den Chiemsee radeln

Radtour im Chiemgau um den Chiemsee

Video Radtour um das „bayerische Meer“

Bilder Radtour um das „bayerische Meer“

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Schwierigkeit

Radtour um das "bayerische Meer" - der Chiemsee Radweg umrundet auf 55 Kilometern das „Bayerische Meer“, mit 80 Quadratkilometern Fläche der zweitgrößte Binnensee Deutschlands. Er führt abwechselnd auf Panoramaabschnitten über wenig befahrene Straßen und an zahlreichen Badestellen vorbei und bietet an mehreren Schiffsanlegestellen die Möglichkeit, die Herreninsel mit dem berühmten Schloss Herrenchiemsee sowie die Fraueninsel zu besuchen.

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